Heiligenstadt_Wappen_1

Unweit des Dorfes Kalteneber steht auf einer Anhöhe eine aus Sandstein erbaute Kapelle: die Kaltenebersche Klus. Über den Bau der Kapelle weiß die Sage folgende Begebenheit zu berichten, die sich im 17. Jahrhundert zugetragen haben soll. Ein erblindeter Bauer schloss sich mit seiner Familie einer Prozession an, die von seinem Dorf aus am Dreifaltigkeitstag zum bekannten Eichsfelder Wallfahrtsort Hülfensberg ging. Schon manches Wunder sollte dort geschehen sein, und so wollte auch der Bauer für seine Genesung beten. Die Schar der Wallfahrer kam auch zur Höhe bei Kalteneber, wo man eine Rast einlegte und von wo man schon einen Blick auf das Ziel der Wallfahrt hatte, den Hülfensberg. Unter einem Kreuz betete der blinde Bauer um Heilung, als plötzlich die Blindheit von ihm genommen wurde. Voll Freude und Anteilnahme setzte die Pilgerschar ihre Reise fort, um dafür beim Gnadenbild auf dem Hülfensberg zu beten und zu danken. Auf dem Heimweg kamen die Wallfahrer wieder zur Höhe bei Kalteneber, wo der Bauer versprach, eine Kapelle errichten zu lassen, zum Gedenken an seine wunderbare Heilung. Während des Siebenjährigen Krieges 1756/63 wurde diese Kapelle jedoch zerstört. Auf den Neubau weist die Jahreszahl 1768 über der Eingangstür hin. Von Kalteneber führt ein Stationsweg hinauf zur Kirche, von wo aus man einen sehr schönen Ausblick ins Südeichsfeld hat. (www.heiligenstadt-eic.de)